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Ausbildungsinstitut für Logotherapie und Existenzanalyse


(C) IMAGNO / Katharina Vesely


Kurzbeschreibung der methodenspezifischen Ausrichtung

Die Geschichte der Logotherapie und Existenzanalyse ist eng mit ihrem Begründer Viktor E. Frankl verbunden. Ausgehend von der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Individualpsychologie Alfred Adlers entwickelte Viktor E. Frankl einen eigenständigen Ansatz, in dem er die noetische Dimension menschlichen Seins für die Psychotherapie nutzbar machte und damit zu ihrer Rehumanisierung beitrug.

Phänomenologisch-anthropologische Begriffe wie Freiheit und Verantwortung, die Fähigkeit zur Selbstdistanzierung und Selbsttranszendenz, die unbedingte Sinnhaftigkeit des Lebens und die unverlierbare Würde der Person, die Mehrdimensionalität menschlichen Seins und das Sinn-Organ "Gewissen" kennzeichnen das Menschenbild der Existenzanalyse.

Die Logotherapie als die klinische Anwendung der Existenzanalyse kann als eine motivierende, finale, auf die konkrete Existenz der individuellen Person hin ausgerichtete, ganzheitliche, gemeinschaftsfördernde, lösungsorientierte und damit sinnzentrierte Psychotherapie beschrieben werden. Ihr Motivationskonzept eines "Willens zum Sinn" hebt jene gesunden Anteile der menschlichen Persönlichkeit hervor, die zur Heilung, Linderung und Beseitigung von Krankheitssymptomen sowie zur Sinnorientierung und Neuorganisation des Erlebens und Verhaltens wesentlich beitragen. Anliegen der logotherapeutischen Technik der paradoxen Intention ist es, die Fähigkeit zur Selbstdistanzierung im Rahmen der Behandlung der psychogenen Neurose zu mobilisieren. Indem sich der Patient auf humorvolle Weise herbeiwünscht, wovor er sich fürchtet, wird Ängsten und Zwängen gleichsam der "Wind aus den Segeln" genommen. Mittels der "Dereflexion" kann der Hyperreflexionsneigung entgegengewirkt werden, der geistige Horizont erweitert und die "Selbsttranszendenz" gestärkt werden.

Die „Einstellungsänderung" nach Frankl umfaßt eine Vielzahl von Methoden, die von E.Lukas, J.Fabry, U.Böschemeyer, R.C.Barnes, M.Eisenberg, E.Fizzotti, und anderen weiterentwickelt wurden. Während im "existenzanalytischen Gespräch" Sinnfindungsbarrieren, Ziele und Sinnfindungsmöglichkeiten sowie ihre konkrete Umsetzung behandelt werden, stellt der "sokratische Dialog" eine spezifische Fragetechnik - die geistige Auseinandersetzung in Form eines Dialogs - dar. Damit soll der "Wille zum Sinn" des Klienten gestärkt sowie die kreativ-geistigen Ressourcen beim Erkennen sinnvoller Lösungen und Umsetzen adäquater Einstellungen ausgeschöpft werden.

Weitere Methoden sind die "existenzanalytische Traumdeutung" , die narrative Logotherapie, die logotherapeutische Meditation und das Einbeziehen von Metaphern. Im Mittelpunkt der Klient-Therapeut-Beziehung stehen die "personale Begegnung" und eine klientengerechte Ethik. Logotherapeutische Selbsterfahrungsgruppen, in denen Sinnerfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart sowie Fragen der zukünftigen Sinnorientierung auf dem Hintergrund der eigenen Personalität behandelt werden, die "sinnzentrierte Familientherapie", die die Familie als eine auf Sinn ausgerichtete Gemeinschaft betrachtet und die "sinnorientierte Supervision", die Menschen auf ihrem Weg der beruflichen Sinnsuche unterstützt, stellen Formen der logotherapeutischen Gruppentherapie dar.

Die internationale wissenschaftliche Anerkennung und die empirischen Untersuchungen zur Validierung und Wirksamkeit der Logotherapie und Existenzanalyse bestätigen sie als eine wissenschaftlich-psychotherapeutische Theorie und Praxis menschlichen Erlebens und Verhaltens.

DUK 6- 1. Semester DUK 6 - 2. Semester DUK 5 - 3. Semester DUK 5 - 4. Semester DUK 4 - 5. Semester DUK 4 - 6. Semester DUK 4 - 7. Semester Gruppensupervision

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